Hochsensibilität als Vorteil in der Körpertherapie

Meine hochsensible Stärke – Teil 5

Hochsensibilität als Vorteil in der Körpertherapie

Meine ganz liebe Freundin K.A. fand die Möglichkeit, über Hochsensibilität mittels Interview zu sprechen, total spannend – daher gibt es ihre Geschichte über ihr hochsensibles Wesen, das sich äußerst positiv auf die Körpertherapie auswirkt, ebenfalls in dieser Form.
Ich freue mich ganz besonders, die sanften Stärken dieses wunder-vollen Menschen mit Euch hier teilen zu dürfen!!!



Liebe K.A., vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für unser Interview nimmst 😊
Wie geht es Dir gerade?

Sehr gerne 😊 Mir geht es gut, ich habe gut gefrühstückt, mir einen Kräutertee gemacht und mich auf diese Weise so richtig fein auf das Interview eingestellt.


Vorab herzlichen Dank, dass Du Dich zur Verfügung stellst. Was hat Dich dazu bewogen, Deine hochsensible Stärke mit mir und anderen zu teilen?

Mir ist wichtig zu zeigen, dass hochsensible Menschen nicht allein mit diesem Thema sind und dass es gut ist, wenn man sich seiner Hochsensibilität bewusst ist. Vielleicht hilft es anderen, leichter damit umzugehen oder einen anderen Blickwinkel auf diesen Wesenszug zu bekommen.


Erzähl mir bitte von einer Situation, als Du Deine Hochsensibilität als Stärke wahrgenommen hast?

Ich hatte schon viele schöne Erlebnisse im Bereich der Ausführung von Körpertherapie. Durch meine feinen Antennen kann ich viel von meinen KlientInnen wahrnehmen – über den Körper, gar nicht so sehr über das Reden. Das ist ein Riesen-Vorteil, der mir auch schon viele Glücksmomente beschert hat. Ich kann so leichter auf das jeweilige Thema meiner Klienten eingehen.


Was meinst Du ist ausschlaggebend dafür, dass du dabei die Hochsensibilität als Stärke wahrnehmen kannst?

Ich kann durch sie noch feiner Blockaden und dergleichen wahrnehmen, auf einer besonders feinen Ebene. Durch die Hochsensibilität kann ich das bewusster tun. Ausschlaggebend ist definitiv die Verbindung mit meinen KlientInnen, die durch die Hochsensibilität noch stärker da ist.


Wobei hilft oder unterstützt Dich Dein feinfühliges Wesen sonst noch?

Bei der Wahrnehmung von mir selbst. Das ist ein großes Plus, weil ich mich und meinen Körper gut spüren kann. Ich nehme Veränderungen rasch wahr und kann bewusst gegensteuern, z.B. bei Müdigkeit. Das gelingt mir natürlich nicht immer! Ich muss manchmal sehr gut hinhören und den Fokus auf mich setzen. Gerade wegen der durch die Hochsensibilität bedingten Überforderung ist nicht alles immer möglich, da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Als das Thema noch weniger präsent war, habe ich mich irgendwie nicht zugehörig gefühlt. Heute sehe ich mein Wesen nicht als Mangel sondern als „normal“, als einen Punkt, der das Leben sogar bereichert. Wie ein Farbklecks, mit dem ich mich auseinandersetzen darf.
Das Gefühl des „Unperfektseins“ aufgrund der Hochsensibilität ist etwas Schönes, weil es mich zu etwas Besonderem macht.


 Wofür bewundern Dich andere aufgrund Deines Wesens?

Für meine innere Ruhe, und ich kann gut zuhören. Definitiv für das Beruhigende 😊



Das kann ich nur bestätigen😉
Wie könnte sich Dein Feingefühl auf Dein Umfeld, Deinen Beruf, Dein Leben auswirken?

Das tut es ständig. Es ist wichtig, es je nach Bereich und Situation mehr oder weniger auch zuzulassen. Es kommt darauf an, wieviel ich von mir oder meiner Hochsensibilität teilen möchte. Sie ist ja auch ein Geschenk. Wenn es passt, dann hat dieses Zulassen für alle einen positiven Effekt und kann kreative Lösungsansätze hervorbringen – beispielsweise bei der Körperarbeit etwas Neues zu versuchen und „out of the box“ zu denken.


Was ist Dir mittlerweile oder durch unser jetziges Gespräch bewusst geworden? Was hast Du von Dir erkannt?

Gestern habe ich überlegt, wie sich das Interview wohl anfühlen könnte. Jetzt finde ich es total schön, weil es sich gerade einfach gut anfühlt, diesen Raum für mich öffnen zu dürfen. Und das Verständnis meines Gegenübers, also von Dir, macht es natürlich leicht 😊
Der Gedanke, meine Hochsensibilität öfter als Geschenk zu betrachten, hat sich dadurch bestätigt.


Das klingt wirklich schön und freut mich sehr 😊
Was davon würdest Du gerne vertiefen oder jetzt konkret umsetzen?

Ich möchte mir diese Besonderheit öfter ins Bewusstsein holen, um mir den Umgang damit zu erleichtern und um noch mehr positive Auswirkungen auf das Umfeld zu erzielen.


Wunderbar 😊 Und was möchtest Du anderen Hochsensiblen noch zu diesem Thema sagen oder mitgeben?

Es wäre schön, wenn die Menschen, die hochsensibel sind, keine Angst davor haben, darüber zu reden und ihr Wesen einbringen würden. Wenn sie sich den Raum dafür nehmen und diese Eigenschaft für sich und andere nutzen würden.


Dem schließe ich mich an.
Liebe K.A., ich danke Dir vielmals für dieses schöne Gespräch, ich hoffe, es war für Dich genauso fein wie für mich.

Danke auch Dir, es war wunderbar und wirklich sehr fein 😊


Vielen Dank, das freut mich sehr. Nochmals herzlichen Dank, dass Du Dein feines Wesen mit uns geteilt hast!


Der ideale Zeitpunkt, um dein Leben in die Hand zu nehmen ist JETZT

Der ideale Zeitpunkt, um dein Leben in die Hand zu nehmen ist JETZT

Dein Kerker bist du selbst.
Die Welt, die hält dich nicht.
Du selbst bist die Welt, die dich in dir mit dir so stark gefangen hält.

Angelus Silesius, deutscher Lyriker, Theologe und Arzt

In Zeiten wie diesen werden Probleme und Herausforderungen nicht weniger, sondern kommen verstärkt zum Vorschein. So leicht lässt sich nichts mehr unter den Teppich kehren. Genau jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um das eigene Leben in die Hand zu nehmen und sich gut um sich selbst zu kümmern!

Vielleicht kennst du das?

Du wachst mitten in der Nacht oder in der Früh auf und hast Gedanken wie „Mir ist alles zuviel! Wie soll ich das nur alles schaffen? Warum fällt mir das so viel schwerer als anderen?“?
Familie, Beruf, Haushalt und dabei noch Zeit für dich selbst und deine Freunde haben, das wäre doch fein?
Schon lange möchtest du etwas an deinem Leben, deinem Beruf, deiner Beziehung ändern, steckst aber irgendwie fest?

Du möchtest

  • Mehr Lebensqualität und dein Leben endlich auf die Reihe kriegen?
  • Dich stark und dem Leben gewachsen fühlen?
  • Dein Leben genau so leben, wie du es dir immer vorgestellt hast, so richtig gut?
  • Liebevolle Beziehungen führen – mit deinen Kindern, deinem Partner, mit dir selbst?
  • Wertschätzung erfahren und diese auch anderen entgegenbringen?
  • Deine ganz individuellen Fähigkeiten und Potenziale ans Licht bringen und auch nützen?
  • Die Welt auf deine Weise ein wenig besser machen – privat oder auch beruflich?


“The universe reveals its secrets to those who dare to follow their hearts.”

Ralph Smart, britischer Psychologe


Wo könntest du in einem Jahr stehen, wenn du heute loslegst?

Wenn du die eben erwähnten Dinge für dich und dein Leben möchtest, dann sind wir wie geschaffen für eine Zusammenarbeit miteinander! 😊
Eine meiner Kundinnen ist hierfür ein tolles Beispiel! Sie hat sich 2018 aus einem Impuls heraus an mich gewandt, und es ist immer wieder so schön mitzuerleben, wie sie selbst feststellt, wie sehr und zu ihrem eigenen Vorteil sie sich seitdem entwickelt hat. Ihre Worte ein Jahr später waren:


Ich kam 2018 als gebrochene Frau zu Nicole Riederer. Mein Ziel war es, mich selbst wieder zu finden, mein Lächeln wieder zurück zu bekommen. Ich habe Nicole durch Zufall gefunden und bin überaus dankbar, dass sich unsere Wege gekreuzt haben. Nach einem massiven Schicksalsschlag war ich am Ende. In den letzten Monaten habe ich so viel Selbstwertgefühl, so viel Stärke und so viel „Lachen“ zurückbekommen, dass ich heute ein anderer Mensch bin. Ich werde Nicole ewig dankbar dafür sein, dass sie diesen Weg gemeinsam mit mir gegangen ist und auch noch weitergehen wird.


Was könnte sich bei DIR alles zum Positiven ändern?

Was könnte bei dir alles passieren, wenn du dich endlich um DICH kümmerst, den Fokus auf DICH selbst lenkst?
Denn davon bin ich überzeugt: wer sich gut um sich selbst kümmert, lebt gelassener und zufriedener und kann gleichzeitig auch besser für andere da sein – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten!

Weitere KundInnenstimmen findest du übrigens bei meinen Referenzen.

Wie ich Coaching verstehe und mit welchen Methoden ich arbeite, darüber kannst du hier mehr erfahren.

Es zahlt sich IMMER aus, sich auf sich selbst einzulassen

Interessanterweise ist für viele der finanzielle Aufwand übrigens nicht der eigentliche Grund, auf Coaching zu verzichten, sondern das Committment, das sie eingehen müssten: „Dann muss ich mich auf mich einlassen, mich öffnen, an mir arbeiten, …“ – und ich verstehe diese Gedanken.
Gleichzeitig kann ich euch nur sagen: es zahlt sich IMMER aus, sich auf sich selbst einzulassen! Ja und die „Arbeit“ machen wir gemeinsam – so lässt sich dieser Weg freudvoll, bereichernd und mit spürbar mehr Leichtigkeit gehen.



Wann, wenn nicht jetzt?

Andere wiederum meinen, keine Zeit dafür zu haben. Doch wann, wenn nicht jetzt möchtest du dein Leben selbst in die Hand nehmen, die Person sein, die die Richtung vorgibt statt nur so dahin zu tümpeln? Wo könntest du in einem Jahr stehen, wenn du dir jetzt die Zeit für DICH nimmst?

Welche Prioritäten möchtest du in deinem Leben setzen?

Liegt deine Priorität bei der Arbeit? Bei anderen Menschen? Oder möchtest du dir selbst endlich die Priorität einräumen, die dir zusteht?

Bewusstsein ohne Umsetzung lähmt

Wenn dir zwar bereits bewusst ist, was du alles ändern oder erreichen könntest, aber nie in die Umsetzung kommst, steigt nur der Frust… Daher pack‘ es jetzt an, nicht morgen oder übermorgen, sondern JETZT!

Stell dir mal vor, wie dich Coaching persönlich weiterbringen wird, welchen Outcome du erzielen kannst!

Deine Investition:

  • Deine Zeit
  • Dein Fokus auf DICH
  • Die Entscheidung, endlich DEINEN Lebensweg gehen zu wollen
  • Näheres zu den Kosten findest du in meinen AGB.

Du wirst merken, all dies ist bestens in DICH investiert 🙂

Warum ich die Richtige für eine Zusammenarbeit bin

Auch ich bin über meinen Schatten gesprungen, zu mir und meinen Interessen gestanden, habe gelernt, mich wichtig und mein Leben selbst in die Hand zunehmen.

Auch ich habe mich entschieden, so richtig gut und authentisch leben zu wollen, Fülle zuzulassen und in Richtung Traumjob zu gehen – den ich jetzt auch wunderbarerweise ausübe!!! 😊

Ich bin persönlich und beruflich über mich hinausgewachsen (das Mama-Sein gehört da auch dazu), verlasse jeden Tag aufs Neue meine Komfortzone und habe festgestellt, sogar in Zeiten von Covid-19 Lebensentscheidungen treffen zu können.

All das gibt mir Kraft, Zuversicht und Selbstsicherheit. Und es motiviert mich dazu, auch andere auf diesem Weg zu begleiten und zu stärken!

Meine persönliche Erfahrung, meine Expertise hinsichtlich Themen wie Hochsensibilität, meine Authentizität und mein Repertoire an entsprechenden Coaching-Werkzeugen machen mich zum idealen Coach in der Begleitung hochsensibler und normal sensibler Menschen, die IHREN Weg finden und ihr Leben in Fülle leben wollen.

Du möchtest auch endlich losstarten?
Dann kontaktiere mich für ein unverbindliches telefonisches Erstgespräch oder
per Mail.
Ich freue mich auf dich!

Deine Nicole

Meine hochsensible Stärke – Teil 4: Hochsensibilität und Fotografie

Meine hochsensible Stärke – Teil 4:

Hochsensibilität und Fotografieein Interview

Wir kennen einander schon von klein auf – doch erst unser beider Hochsensibilität hat uns nach vielen Jahren wieder zusammengeführt 😉


Ich freue mich riesig, mein Interview mit meinem lieben, Insekten begeisterten und Fotografie talentierten Freund Christian mit Euch teilen zu dürfen!!!


© Copyright und Bildrechte bei Christian Kantner.
Kleiner Wollschweber (Bombylius minor).
Er schwebt wie ein Kolibri in der Luft.
 

Lieber Christian, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für unser Interview nimmst 😊
Wie geht es Dir im Moment?

Es ist eine sehr aufwühlende Zeit, mit dem Home Office, mehr Zeit und engerem Kontakt mit der Familie. Das birgt natürlich Konfliktpotenzial, gleichzeitig hat diese neue Zeit auch viele Vorteile und bringt schöne Momente. Jetzt im Moment geht es mir gut.


Vorab herzlichen Dank, dass Du Dich zur Verfügung stellst.

Ich sage danke, dass du mir die Möglichkeit gibst, einen Teil meines Wesens auf diese Weise zu zeigen. Vor ein paar Jahren hätte ich das nicht so gemacht, aber dadurch, dass ich mich in den letzten Jahren schon gut kennen gelernt habe, bin ich der Meinung, dass das gut und schön ist, wenn man ein bisschen nach außen geht.


Ja super 😊 Christian, erzähl mir von einer Situation, als Du Deine Hochsensibilität als Stärke wahrgenommen hast?

Ich habe immer und schon sehr früh in meinem Leben  bemerkt, dass ich alles intensiver spüre als andere Menschen, in meinem Biologiestudium (auch in meinem  zweiten Studium Technisches Umweltmanagement & Ökotoxikologie), und durch mein Interesse für Umwelt, für unseren Planeten und was wir damit machen (Stichwort Müll oder Verschwinden von Grünflächen für Bauprojekte). Den sogenannten Weltschmerz spüre ich förmlich auch körperlich, als würde er mich persönlich und leiblich betreffen.

Als Stärke sehe ich mein Gespür für die Fotografie, mit der ich mich seit 3 Jahren intensiv beschäftige. Mein Interesse für Insekten, für Biodiversität und Naturschutz hängt stark mit meiner Hochsensibilität zusammen.
Beim Fotografieren nehme ich viele Details wahr, bin voll bei mir. Ich fühle mich dabei gelöst, bin im Moment, mache mir keine Gedanken, sondern bin fokussiert, sehe durch die Kamera, was da ist und freue mich darüber. Da habe ich eine Art Tunnelblick, was mir auch schon witzige Erlebnisse mit anderen Spaziergängern beschert hat Ich gehe dabei in eine andere Welt.
Und es wird auch immer intensiver, ich spüre das sogar jetzt beim Erzählen, wie ich mich freue aufzustehen, noch vor Sonnenaufgang, kaum jemand ist unterwegs, ich spür einfach die Natur, nehme sie wahr und freue mich welche Überraschung jetzt wieder kommen mag.


Sehr schön, wie Du dieses Gefühl beschreibst, wenn Du so ganz bei Dir bist 🙂
Was meinst Du ist ausschlaggebend dafür, dass Du beim Fotografieren die Hochsensibilität als Stärke wahrnehmen kannst?

Eine gute Frage, ich denke einfach, die Hochsensibilität ist ein Teil meines Wesens.
Früher hatte ich negative Assoziationen damit, habe getan „was sich gehört“ usw.
Ich habe akzeptiert, das ist ein Teil von mir und ich kann das nicht einfach „wegmachen“. Es ist ein stetiger Lernprozess, damit zu leben – und die Fotografie hilft mir dabei.
Mit der Fotografie gehe ich demnächst mit meiner eigenen Homepage auch nach außen.
Ich führe schöne Gespräche beim Fotografieren und kann dabei etwas zur Bewusstseinsbildung hinsichtlich der Vielfalt um uns herum beitragen und auch die Notwendigkeit vermitteln, dass wir diese schützen müssen, weil es in Wirklichkeit auch für unser Überleben wichtig ist.
Die Hochsensibilität bietet mir auch die Möglichkeit, Feuer und Flamme für meine  Themen zu sein.


Wobei hilft oder unterstützt Dich Dein feinfühliges Wesen?

Es hilft mir sicherlich dabei, Situationen bewusster wahrzunehmen, solche die Freude und Spaß bereiten, nicht „blind“ Lebenszeit verstreichen zu lassen. Diese Momente auch als Lebensmomente wahrzunehmen.
Auch im Umgang mit anderen Personen – ich bin sehr empathisch – hilft mir sicherlich die Hochsensibilität, ich kann mich gut in andere einfühlen und trete rasch in Kontakt mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen haben, um mit ihnen Erfahrungen auszutauschen.


Welcher Deiner Sinne – inkl. 6. Sinn – ist bei Dir besonders stark ausgeprägt?

Ganz bestimmt der 6. Sinn – ich nehme Räume und Personen mit ihren vorherrschenden Stimmungen sehr deutlich wahr. Oft wollte ich die Probleme anderer lösen, was jedoch nicht funktioniert. Ich habe diese Grenze auch manchmal überschritten, wenn ich nicht gemerkt habe, dass es jetzt eigentlich genug wäre. Das Helfersyndrom schwingt da mit.
Und natürlich ist mein visueller Sinn stark ausgeprägt, das zeigt sich in meiner Fotografie gerade von so kleinen Tieren wie Insekten. Da habe ich dieses Gespür, sie auch wirklich zu sehen.
Für manche ist die z.B die Lobau (mein bevorzugtes Fotografiergebiet) ein Erholungsraum, in dem sie Radfahren, ich selbst bin in Ruhe unterwegs und achte und erlebe eher die Details, nehme alles bewusst wahr.



© Copyright und Bildrechte bei Christian Kantner. Wollbiene, Gattung Anthidium.


Wofür bewundern Dich andere aufgrund Deines Wesens?

Für meinen Idealismus, dafür, dass ich für Themen, die mir wichtig sind, einstehe, und dass ich Lösungen suche und bereit bin, persönlich dafür etwas zu tun. Besonders meine Frau und viele in meiner Familie bewundern mich für diese Dinge.
Mein Spitzname in meinem Umfeld lautet „Öko-Terrorist“ – ich kann einfach nicht wegschauen, wenn jemand z.B. einen Zigarettenstummel achtlos auf den Boden wirft. Das hat natürlich oft auch schon zu Streitgesprächen geführt
Gerne würde ich andere überzeugen, habe festgestellt, dass man bei solchen Gesprächen die Emotionen außen vor lassen und sachlich bleiben muss, aber wir sind ja alle Menschen, da kann man die Emotion nicht ausblenden. In solchen Situationen stoße ich oft an meine Grenzen.


Christian, wie könnte sich Dein Feingefühl auf Dein Umfeld, Deinen Beruf, Dein Leben auswirken?

Beruflich könnte sich längerfristig eine neue Richtung ergeben – oder auch ein zweites Standbein vielleicht. Es hat sich schon jetzt viel getan, und eventuell kann ich dadurch meinen Beruf ja interdisziplinärer gestalten.
Familiär bemerke ich das große Interesse meiner Tochter für die Natur, was mich natürlich sehr freut!


Was ist Dir mittlerweile oder durch unser jetziges Gespräch bewusst geworden? Was hast Du von Dir erkannt?

Mir ist jetzt noch bewusster geworden, dass ich damit wirklich am richtigen Weg bin. Entgegen aller Konventionen oder Erwartungen unserer Leistungsgesellschaft und dem Glauben, es allen (anderen) recht machen zu müssen. Egal wie lange es dauern wird, ich werde diesen Weg sich entwickeln lassen. Ich bin umso mehr bestärkt, meinen Weg zu gehen.


Du hast gesagt, die Fotografie ist Teil Deines Wesens, sie führt Dich noch mehr zu Dir – ich bin überzeugt davon, dass das, wofür man wirklich brennt – so wie Du fürs Fotografieren – einfach glücklich macht und auch immer Erfolg haben wird. Es macht einfach glücklich, für sich selbst einzustehen und es in erster Linie einmal sich selbst recht zu machen. So haben auch die anderen ja das Meiste von Dir. Wie siehst Du das?

Ja genau, jeder kann dann ja damit umgehen wie er möchte, sich etwas davon nehmen oder nicht – und was auch immer daraus entsteht, es ist wichtig, dass es ein Teil meines Lebens ist und wird und sich hoffentlich auch weiter entwickelt. Wenn ich mit meinen Fotos jemandem Freude bereite, dann hab ich eigentlich schon mein Ziel erreicht.


Was davon würdest Du gerne vertiefen oder jetzt konkret umsetzen?

Manchmal verliere ich den Fokus, es kommen Zweifel von außen oder es tauchen eigene hinderliche Glaubenssätze auf. Konkret möchte ich gerne meine Glaubenssätze („Du musst immer fleißig sein, du musst immer tun, du musst immer alles richtig machen, immer den anderen entsprechen, …“) angehen und mich noch stärker auf mich selbst fokussieren. Weil ich ja spüre, dass das der richtige Weg ist. Ich möchte noch besser mit dem allen umgehen lernen.

Glaubenssätze kann man ja auch wunderbar transformieren. Man muss sie nicht „wegsperren“, aber man kann sie zu förderlichen Sätzen oder hilfreichen Leitsätzen umformen.

Da hilft mir bestimmt auch gerade meine Hochsensibilität mit meinen persönlichen Glaubenssätzen besser umzugehen. Gerade dieses Bewusstsein und das intensive Wahrnehmen von mir selbst hat mir sicherlich dabei geholfen, den Schritt zu setzen, professionelle Unterstützung zu suchen.


Und diesen Schritt muss jeder für sich im eigenen Tempo setzen.

Absolut, diesen Schritt muss jeder alleine gehen.


Christian, wem möchtest du gerne von all dem erzählen, davon dass du dich bestärkt fühlst, auf dem richtigen Weg zu sein?

Personen, die mir wichtig sind, primär meiner Familie und meinen Freunden, bei denen ich Resonanz und Interesse vorfinde – in erster Linie meiner Frau. Ich glaube schon, dass sie mein feinfühliges Wesen auch wertschätzt, deswegen hat sich mich vermutlich auch geheiratet 😊


Genau, es hat immer alles zwei Seiten, diese Bipolarität finden wir überall. Wir haben alle Seiten in uns, die eine mehr und die andere weniger, und gerade das Integrieren aller Teile macht ganz, lässt Dich der Mensch sein, der Du eben bist, und das ist auch heilsam 🙂

Lieber Christian, ich danke Dir vielmals für dieses schöne Gespräch, ich hoffe, Du hast es ebenso genossen wie ich?

Vielen Dank, es war ein sehr schönes Gespräch und ich hab jetzt ein sehr schönes Gefühl, habe ehrlich gesagt auch keine Lust jetzt zu arbeiten, sondern eher die Kamera zu nehmen und in die Natur zu fahren. Aber auch diesen Dingen muss man sich wieder widmen 😉 Vielen Dank für das Gespräch, war wirklich sehr schön!


Vielen Dank Dir, lieber Christian, das freut mich sehr – auch ich habe das Interview mit Dir sehr genossen 😊 Nochmals herzlichen Dank für Deine Offenheit!



© Copyright und Bildrechte bei Christian Kantner.
Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus).