Warum so viel Herz???

Warum so viel Herz???

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Mein heutiger Beitrag befasst sich mit dem Thema „Herz“.

Ihr habt vielleicht schon festgestellt, dass in zahlreichen meiner Beiträge sowie in meinem Firmennamen und auch im Logo immer wieder der Begriff „Herz“ vorkommt. Das ist natürlich kein Zufall. Herz ist eine für mich persönlich sehr wesentliche Bezeichnung. Sie steht nicht für „herzig“ im Sinne von „lieblich, süß“ – sondern ist Ausdruck dafür, dass Herz einen bedeutsamen Platz in all meinem Tun findet. So auch in meiner Arbeit als Coach und Trainerin.

Mut zu „Herz“!

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wieviel Mut es mich gekostet hat, mich schlussendlich tatsächlich für meinen Firmennamen „Herzensraum-Coaching“ zu entscheiden! Warum mir das schwergefallen ist? Weil der Begriff „Herz“ in der Unternehmenswelt beinahe schon verpönt ist, gleichgesetzt wird mit eben solchen Begriffen wie „süß, lieb, nicht ernst zu nehmen, …“. Gleichzeitig möchten wir in dieser oft sehr leistungsorientierten (Arbeits)Welt alle so professionell und seriös wie möglich rüberkommen, oder etwa nicht?

Ich möchte euch gerne verraten, warum ich mich dennoch für ganz viel Herz entschieden habe – und täglich neu entscheide 🙂

Eine ganzheitliche Ausbildung

Meine Ausbildung zum Coach bei FUTURE war eine ganzheitliche – sie schloss unter anderem auch sämtliche Aspekte des Mensch-Seins mit ein: Körper, Herz, Verstand und das nicht Greifbare, das irgendwie höher ist als wir selbst.
Ich habe dabei festgestellt, dass ich – wie die meisten von uns – ein Kopfmensch bin, dass der Verstand und das Denken den größten Raum in meinem Leben einnehmen bzw. einnahmen. Was den Körper betrifft, so habe ich in den letzten Jahren gelernt, noch besser auf ihn zu hören, ihm dankbar zu sein dafür, dass er mich jeden Tag trägt – und somit gut auf ihn zu achten.
Was ich durch meine Ausbildung mehr und mehr begriffen habe ist, meinem Herzen (und gemeint ist hier nicht das physische Herz, sondern eine psychisch-energetische Instanz) mehr Platz zu schenken… Die Dinge aus dem Herzen heraus zu tun – auch wenn mir das nicht immer gelingt, mittlerweile aber immer öfter – lässt mich bewusster, liebevoller und verantwortungsvoller mit mir, meinen Mitmenschen und Situationen umgehen.
Begegne ich einem Menschen von Herz zu Herz, so ergeben sich plötzlich sehr verbindliche und persönliche Gespräche, da kann mein Gegenüber sich öffnen, authentisch sein – so wie ich selbst auch. Solche Begegnungen fühlen sich ganz fein an, haben eine besondere Qualität, die man richtig spüren kann… Sie ermöglichen auf ganz natürliche Weise einen ehrlichen und direkten Kontakt zum Wesenskern des anderen und damit einen Austausch auf Herzensebene. Habt ihr so etwas schon erlebt? Kennt ihr solche Begegnungen? Ich liebe sie! Sie bringen so viel Kraft und Freude, für beide Seiten!

„Man sieht nur mit dem Herzen gut…“

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ – ein nahezu schon inflationär gebrauchtes Zitat von Antoine de Saint-Exupéry. Doch die Wahrheit, die ihm zugrunde liegt, habe ich erst in den letzten Jahren wirklich verstanden…

Mit den Augen des Herzens sehe ich nicht nur das Äußere meines Gegenübers, ich sehe auch mehr als seine Persönlichkeit (welchen Job er/sie hat usw.) – viel spannender: ich erkenne das Wesen, das dahinter liegt. Dadurch wird Wertschätzung möglich, ein wohlwollendes, wertfreies Hinschauen auf diesen Menschen.

Einstellungssache…

Ohne diese grundlegende Haltung wäre ich nicht der Coach oder die Trainerin, die ich bin!
Ich könnte technisch einwandfrei Prozesse und Tools mit meinem Coachee ausprobieren, die diesem sicherlich ein Stück weiterhelfen würden – aber das alles hätte nicht dieselbe Wirkung und diese Qualität, wie ich sie dankbarerweise so oft in meinen Coachings miterleben darf.

Herz ist eine integrative Kraft, die unterschiedliche Pole vereint und nichts ausschließt, es ermöglicht eine ganz besondere Qualität des Seins, setzt auf Vertrauen und darauf, sich einzulassen auf das Leben. Und so fällt es meinen Coachingpartnern zumeist recht leicht, sich in dem Herzensraum, den ich ihnen für den Rahmen des Coachings zur Verfügung stelle, leicht, sich auf sich selbst und das, was es in ihnen spielt einzulassen. Sei es Orientierungslosigkeit, Angst vor dem nächsten Schritt oder eine andere Herausforderung, welcher sie sich nun endlich stellen und die sie lösen möchten.

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(Herzens)Raum
für Selbstentwicklung

Diese Selbstentwicklung dient sowohl dem Coachee selbst als auch seinem Umfeld – jeder trägt eine Verantwortung für sich selbst und eine solche, die über sich selbst hinausgeht… Schaue ich auf mich und meine Themen hin, so kann sich etwas in mir und in weiterer Folge im Außen lösen – was für eine Verantwortung! Oder was für ein Glück? Denn ich habe mein Leben also ein großes Stück weit selbst in der Hand! 🙂

Ja, und der Verstand? Unser Denken ist ein Teil von uns, es unterstützt uns bei diesen Prozessen, dient als Instrument für unser Tun. Und wir können uns jederzeit dazu entscheiden, es zu unserem eigenen und unser aller Wohl in den Dienst des Herzens zu stellen.

                   Zum Thema „Herz“ könnte ich noch viel mehr schreiben – und vielleicht gibt es ja bald einen weiteren Beitrag dazu – für den Anfang freue ich mich jedoch, euch vielleicht einen ersten Einblick – nein, ein erstes Gefühl! – dafür gegeben zu haben, weshalb Herz mir so viel bedeutet und warum ich nicht anders konnte, als diesen Namen für mein Unternehmen zu wählen. Es nicht zu tun, wäre nicht stimmig für mich gewesen – und zu mir und meinem Unternehmen zu stehen, lässt mich ICH selbst sein und mein Leben authentisch leben. Erst dadurch kann ich auch für euch und meine Coachees ein ernst zu nehmender Mensch und auch Coach sein – und das eben mit viel Herz!


Kurz gesagt:

Ich habe mir also ein Herz gefasst und bin bei der Wahl meines Firmennamens meinem Herzen gefolgt 😉

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