Die Lust zu brennen, Teil 1/3

 

„Die Lust zu brennen!“

Teil 1/3

„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“

~ Aurelius Augustinus

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Eines Morgens wachte ich auf und mein erster Gedanke war:

„Die Lust zu brennen – darüber möchte ich schreiben!“

Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich noch bei meiner ehemaligen Firma, von der ich mich nach 15 Jahren endlich lösen musste und wollte. Dieser Prozess des Loslassens begann eigentlich schon vor Jahren, im Konkreten jedoch im Juni 2014 während eines FUTURE Coaching Moduls namens „Aufbruch zu neuen Zielen“…

Genau so etwas kann intensive Beschäftigung mit sich selbst und den eigenen Themen bewirken: kurz gesagt, man kommt nicht mehr drum herum hinzusehen, was wirklich gut ist im eigenen Lebenund was eben nicht (mehr) passt.
Unweigerlich bewegt man sich nach und nach immer mehr in die Richtung, die einem tatsächlich entspricht. Das bedeutet auch, dass man den Dingen ins Auge blicken darf, die einem nicht mehr von Nutzen sind und daher losgelassen werden können. In meinem Fall betraf dies meinen bis dahin ausgeübten Beruf.

Ein Jahr zuvor jedoch noch hätte ich gesagt „Naja, es ist nicht wirklich meines, aber damit kann ich mir immerhin meine Ausbildung und meine Wohnung finanzieren. Ich kann den Job also nicht aufgeben.“ Hier hat sich seither einiges an Prozessen und Weiterentwicklung getan… Die Begleitung und der wertfreie Raum meiner Coaches und nicht zuletzt eine ureigene, frei gewordene Kraft aus mir selbst heraus hat Erkenntnisse und in weiterer Folge Mut zutage gefördert, der für den Schritt zu gehen notwendig war.

Hier in diesem Artikel möchte ich jedoch meine subjektiven Eindrücke und Erfahrungen und das zum Ausdruck bringen, was Coaching in mir ganz persönlich bewirkt und wie es mich zum Brennen gebracht hat – vielleicht finden ja auch Sie Ihr Feuer?

Der individuelle Beitrag

Es geht um den Wunsch, meinen ganz individuellen Beitrag für diese unsere Welt einzubringen und etwas zu bewirken. Etwas, das den Menschen um mich herum – und dadurch am Ende auch mir – guttut und worin ich mich lebendig und authentisch fühle. Dieses Etwas kenne ich aus meiner früheren Tätigkeit als Leiterin von Jugendlichen – ich investierte sehr viel Zeit und bekam zugleich so viel an Energie von meinen Schützlingen zurück – ja, und seit 2013 finde ich es im Coaching von Menschen. Dass meine Suche erfolgreich war, auch weil zum richtigen Zeitpunkt (als ich offenbar bereit dafür war) die entsprechenden Menschen in mein Leben traten, um mir als Vorbilder den Mut zu geben, das zu tun und zu sein, was ich im tiefsten meines Inneren bin – eine den Menschen mit offenem Herzen begegnende Begleiterin – dafür bin ich aus vollstem Herzen dankbar!

Wenn die Zeit reif ist, kann ein Auslöser wie eben ein Mensch, ein Erlebnis, Musik oder auch ein Film die Frage aufwerfen „was ist meine Aufgabe?“. Dann gelingt es uns, aus der Ichbezogenheit auszubrechen und uns für andere einzusetzen. Dann möchten wir etwas tun, das wir als gut, wert- und liebevoll empfinden und nähern uns genau damit Schritt für Schritt unserer eigentlichen Lebensaufgabe. Indem wir diese dann auch leben und weil sie „dem Unseren“ entspricht, werden wir damit auch erfolgreich sein.[1]

Dieser Gedanke ist tröstlich, wenn ab und an Zweifel auftreten, ob man es denn schaffen wird, sich und seine Visionen zu verwirklichen. Tief in mir gibt es ein Vertrauen, das mir sagt, dass ich in dem, was ich liebe, gut sein werde und es mir somit auch gelingen kann. Daneben erlebe ich freilich auch jahrelang eingeprägte Denkmuster, die die Frage aufwerfen, ob man sich denn auf reines Bauchgefühl verlassen darf oder ob das nicht „unvernünftig“ oder zu unsicher sei. Mit dem Schritt aus meiner damaligen Komfortzone und meinem Hamsterrad habe ich Ersterem (und mir) jedenfalls die Chance gegeben, Denken und Angst eines Besseren zu belehren und meinem Herzen zu folgen!

Flammenherz

Fortsetzung folgt…

[1] Zitat Wolfgang Stabentheiner, http://www.future.at/die-grunder/

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